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Pressespiegel

2017      2016       2011      2009      2008
November 2017

Juniorstudium
Eine ganz normale Schülerin – mit Bachelor-Abschluss

Saarbrücken. Von Katja Sponholz

Eigentlich ist Danielle Kallenborn eine ganz normale Jugendliche. Eine 17-Jährige, die gerne mit ihren Freundinnen ausgeht, Zeit mit ihrem Freund verbringt, Sport macht und Gitarre spielt. Und doch ist sie etwas anders als die anderen am Ludwigsgymnasium in Saarbrücken. Auch wenn sie das nicht gerne hören möchte.

Über die Diskussion, ob Schülern nicht zuviel zugemutet wird, wenn sie ihr Abitur nach zwölf Jahren absolvieren müssen, könnte sie vermutlich nur müde lächeln. Nicht nur, weil sie ihr Abi im nächsten Jahr wohl mit der Traumnote 1,0 bestehen wird. Sondern vor allem deshalb, weil sie ganz nebenbei bereits ein Hochschulstudium abgeschlossen hat. Im Fach Wirtschaftswissenschaften erhielt sie für ihre Bachelor-Arbeit im Bereich Controlling gerade die Note 1,7.

„Danielle ist wirklich eine außerordentlich leistungsfähige Schülerin, die sich auch noch sozial engagiert und Schülersprecherin ist. Ein ganz natürlicher, feiner, junger Mensch“, sagt Oberstudiendirektor Christian Heib. Doch das schönste Kompliment für die 17-Jährige ist, wenn er über sie sagt: „Sie ist das Gegenteil einer Streberin.“ Denn genau diese Einschätzung liegt ihr besonders am Herzen: „Das ist mir wichtig, dass ich nicht als Streber dastehe, weil es nicht so ist.“ Und was auch von ihren Mitschülern nie so empfunden werde. Ehrgeizig zu sein, finde sie zwar nicht schlecht, „aber wenn ich mich selbst beschreiben müsste, würde ich sagen, ich bin eher locker. Und meine Freunde finden mich lustig.“

Zweifellos ist Danielle jedoch auch einfach schlauer als andere. Schon im Kindergarten hatte sie sich selbst Lesen beigebracht, weil sie ihre Schwester beneidete, die schon zur Schule ging. In der Grundschule schlugen die Lehrer das erste Mal vor, dass sie eine Klasse überspringen sollte. Aber das kam für das Mädchen und ihre Eltern, die niemals irgendwelchen Druck auf sie ausgeübt hätten, nicht in Frage. „Mir war es wichtiger, dass ich mit den Freundinnen in meiner Klasse zusammen blieb.“ Dass sie in all den Jahren überall immer die Note 1 hatte und lange überlegen muss, um ein Fach zu finden, in dem sie vielleicht mal eine 2 schrieb, hat sie jedoch nicht überheblich gemacht. „Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass ich mir Sachen ganz schnell merken kann.“

Ihre überdurchschnittliche Begabung blieb auch den Lehrern am Ludwigsgymnasium nicht verborgen. In der siebten Klasse vermittelte ihr ihre Klassenlehrerin ein Mathematik-Propädeutikum am Institut für Jugendmanagement in Heidelberg. Über dessen Young Business School arbeitete sie schließlich nicht nur den Stoff von höheren Klassen durch, sondern fuhr auch zu einer Präsenzphase nach Heidelberg.

Dort wurde sie schließlich von Dozenten angesprochen, ob sie nicht studieren wolle. „Das hat mich schon überrascht“, blickt sie zurück, „aber ich habe mich auch ein bisschen geehrt gefühlt. Es war ja wie ein Lob.“ Und kaum hatte sie sich dazu entschlossen, es an der Fernuni Hagen mit Wirtschaftswissenschaften zu probieren, ging es Schlag auf Schlag: „Gefragt worden mit 12, eingeschrieben mit 13, die erste Klausur mit 14“, bilanziert sie.

Doch die Zeit bis zu ihrem „Bachelor of Science“ mit 17, in denen sie Fernstudieneinheiten durcharbeiten und neben Studenten, die „schon 35 oder noch älter“ waren, Klausuren in Frankfurt schreiben musste, war keinesfalls durch stundenlanges, verbissenes Pauken geprägt. Im Gegenteil: „Mir hat es einfach Spaß gemacht, zu lesen und mich mit den Themen zu beschäftigen“, erinnert sie sich. „Aber ich wollte vor allem auch meine normale Freizeit haben, mich mit Freunden treffen, Hobbies nachgehen und nicht den ganzen Tag lernen.“ Ihre Bachelor-Arbeit schrieb sie schließlich in den großen Ferien – innerhalb von zwei Wochen. Korrektur las ihre Mutter, die selbst Wirtschaft studiert hat. „Sie hat auch schon mal vorgeschlagen, ob wir später beruflich nicht mal etwas zusammen machen können.“

Solche Pläne sind für Danielle jedoch noch in weiter Ferne. Sie überlegt jetzt erst einmal, wo sie ihren Master machen wird. Denkbar sei ein englischsprachiger Studiengang an der European Business School im Rheingau. Keinesfalls jedoch will sie wieder an eine Fernuni. Schließlich möchte sie jetzt „auch einmal das normale Studentenleben kennenlernen, mit allem was dazugehört!“ Das heißt: Nicht um 6.30 Uhr aufstehen, sondern vielleicht erst um 9, in einer WG leben und nicht immer alleine über Büchern hocken.

Doch bis dahin will sie sich nun erst einmal ein bisschen Zeit lassen. „Ich habe ja im Prinzip schon drei Jahre gewonnen“, sagt sie. Deshalb ist für sie schon ganz klar, was sie nach dem Abi macht: Ein „Chill-Jahr“, in dem sie mit Freunden zunächst per Interrail durch Europa reist und danach mit ihrem Freund nach Ostasien oder Kanada. Was dann irgendwann später als Berufswunsch herauskommt – früher stand auch schon mal Bankdirektorin oder Professorin auf der Liste – ist noch offen. „Das Problem ist, dass mir so viele verschiedene Fächer Spaß machen!“ Doch ganz egal, wo sie einmal lande, könne sie von dem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften so oder so profitieren: „Das schafft eine gute Basis und kann man immer gebrauchen“, meint sie. „Und wenn ich mal ein Café eröffnen möchte, ist es gut, wenn ich die Buchhaltung selbst machen kann.“

Gute Dienste hat ihr das Studium jedoch schon als Schülerin erwiesen: In „brenzligen Situationen“, sagt sie lachend, etwa in Clubs, in denen nur Volljährige Zutritt haben, zeige sie einfach ihren Studentenausweis. „Da durfte ich dann immer sofort rein, weil nie jemand aufs Geburtsdatum guckt und alle meinen, wer studiert, muss schon 18 sein.“

Kompletter Pressetext auch hier zu finden

 
Januar 2017

16-jähriges Mathe-Genie hat bereits studiert 


Tuttlingen sz Es gibt diese Menschen, die andere schwer beeindrucken. So einer ist der Möhringer Raphael Steiner. Mit seinen noch jungen 16 Jahren hat der Schüler bereits seinen Bachelor (B. sc.) in Mathematik an der Fernuniversität in Hagen in der Tasche. Seine Masterprüfung will er im April 2017 beginnen, sie dauert rund ein halbes Jahr. Diesen Abschluss könnte er daher noch vor dem Abitur in der Tasche haben. Denn: Raphael Steiner besucht derzeit die Kursstufe I des Tuttlinger Otto-Hahn-Gymnasiums.

November 2016

Tuttlinger Raphael Steiner wird Wissens-Weltmeister

 

Gymnasiast gewinnt mit deutschem Team in Indien – Erster Platz im Teilbereich Mathematik

Tuttlingen/Rottweil pm Raphael Steiner vom Otto Hahn-Gymnasium in Tuttlingen hat zusammen mit Lukas Ruf (Albertus Magnus-Gymnasium in Rottweil) beim internationalen Wissenswettbewerb Quanta im indischen Lakhnau den Bereich Mathematik gewonnen. Dem deutschen Nationalteam verhalfen sie damit zur erfolgreichen Titelverteidigung. Als „Champion of Quanta 2016“ kehrten sie ins kalte Deutschland zurück.

 
Januar 2011

"Ein Schülerstudium ist der Weg aus der schulischen Unterforderung"
Die Young Business School des Instituts für Jugendmanagement ermöglicht lernbegeisterten und motivierten deutschsprachigen Schülern ab der 4 Klasse weltweit, parallel zur Schule zu studieren


Heidelberg, 25.10.2016 (lifePR) - Neben dem Abitur gleichzeitig den Bachelor ablegen? Das geht, mit der Young Business School (YBS) des Instituts für Jugendmanagement. Sie verzahnt reguläre Schule mit Hochschule und anderen Bildungsinstituten und bietet deutschsprachigen Schülern ab der 4 Klasse weltweit die Möglichkeit, parallel zur Schule mit einem Studium zu starten. Im Idealfall lässt sich der Bachelor oder sogar der Master zeitgleich mit dem Abitur erreichen.

„Für viele Schüler ist der normale Schulalltag langweilig, so mancher von ihnen ist unterfordert“, weiß Gero Schäfer, Gründer der IJM-Stiftung. Für sie ist die vermeintliche Doppelbelastung dann auch keine Herausforderung, sondern eher Motivation. „Manche Schüler absolvieren zeitgleich zwei Studiengänge parallel zum Schulunterricht.“

Das Angebot an Programmen der Young Business School für die Schülerförderung ist groß und hilft Kindern und Jugendlichen bei individuellem Lerntempo und abhängig vom eigenen Wissensstand, ihre Potenziale zu entfalten und Ziele zu erreichen, im Idealfall in Abstimmung mit der besuchten Schule:

Schüler(Früh-)Studium
Juniorprogramm
Propädeutika
Sprachprogramme
Young Master Management
Sonder-/Förderprogramme
Präsenzphasen
Seminare & Workshops
Lerncamps
Bildungsreisen

Mit der YBS und eigenem Einsatz das eigene Leben aufbauen


Auf Selbständigkeit wird in der Young Business School großer Wert gelegt. Die Teilnahmegebühren für einige Angebote müssen teilweise zur Hälfe durch eigene Arbeit aufgebracht werden. „Der erste Schritt zur Zukunft ist der Wille, den eigenen Weg zu gehen“, so Schäfer.

Die Chancen fürs Berufsleben verbessern sich quasi automatisch: „Wirtschaft, Medizin usw. benötigen heute mehr den je einsatzbereite helle Köpfe, um ihre Unternehmen auf die Zukunft vorzubereiten.“ Deshalb bietet die Young Business School die Möglichkeit an verschiedenen gesellschaftlichen Projekten und Unternehmen mitzuarbeiten und Führungskompetenzen zu entwickeln; organisiert Berufsorientierungs- und Kontaktveranstaltungen mit Unternehmen und bietet ein Coaching an besonderen Universitäten bis direkt in den Job oder Beruf.

 
Januar 2011

Schüler der Young Business School schreiben Klausur an der Privaten Hochschule


Göttingen Heidelberg/Göttingen, 2. Februar 2011. Vergangene Woche endete für über 40 Schüler der Young Business School (YBS) in Heidelberg der Vorbereitungskurs auf ein Studium in Mathematik mit der Hochschulklausur an der PFH Göttingen. Ein halbes Jahr lernten die Schüler zwischen 15 und 17 Jahren neben der Schule zusätzlichen Mathematik-Stoff, um auf Hochschulniveau eine Klausur zu bestehen.
 

Die PFH Göttingen stellte dazu eine Klausur, wie sie auch in ihren Bachelor-Studiengängen geschrieben wird. Die Schüler erhalten bei Bestehen der Klausur einen Leistungsnachweis, der bei einem späteren Studium von Rechts wegen voll angerechnet werden kann.

Kompletten Presseartikel zur Uni Klausur Januar 2011 in Göttingen

Juli 2009

Vordiplome für drei Neckargemünder
Rhein-Neckar-Zeitung (Blick in die Region), 02. Juli 2009


Neckargemünd. (red) Schon vor dem Abitur haben zwei Schüler des Gymnasiums ihr Vordiplom der staatlichen Fernuniversität Hagen in Betriebswirtschaftslehre überreicht bekommen. Robin D'Amato (16 Jahre, 9.Klasse) und Markus Skoda (18Jahre, 12.Klasse) studieren seit vier beziehungsweise zweieinhalb Jahren an der Young Business School Heidelberg, die Gymnasiasten deutschlandweit ein Universitäts- oder Hochschulstudium parallel zur Schule ermöglicht. 

Auch Isabel Beckenbach (19 Jahre), die in diesem Jahr am Gymnasium Neckargemünd das Abitur ablegte, hat ihre Vordiplomsprüfung, ebenfalls in BWL, mit gutem Erfolg bestanden.

Zudem hat sie den Bachelor-Abschluss im Fach Mathematik mit einem sehr guten Ergebnis ebenfalls nahezu abgeschlossen. Ihr fehlt nur noch die Abschlussarbeit. Die Mühen haben sich für sie gelohnt. Wenn andere nach dem Abitur noch nach einem Studienplatz suchen müssen, haben diese drei bereits einen Abschluss in der Tasche und können ihren weiteren Werdegang planen.

 
Juni 2009

Die Mühe hat sich gelohnt
Badische Anzeigen-Zeitung zum Sonntag,
27. / 28. Juni 2009

Neckargemünd. Schon vor dem Abitur haben zwei Schüler des Gymnasiums Neckargemünd ihr Vordiplom der staatlichen Fernuniversität Hagen in Betriebswirtschaftslehre überreicht bekommen: Robin D'Amato (16 Jahre, neunte Klasse) und Markus Skoda (18 Jahre, zwölfte Klasse) studieren seit vier beziehungsweise zweieinhalb Jahren an der Young Business School Heidelberg, die Gymnasiasten deutschlandweit ein Universitäts- oder Hochschulstudium parallel zur Schule ermöglicht.

Auch Isabel Beckenbach (19 Jahre), die in diesem Jahr am Gymnasium Neckargemünd das Abitur ablegte, hat ihre Vordiplomsprüfung, ebenfalls in BWL, mit gutem Erfolg bestanden. Zudem hat sie den Bachelor-Abschluss im Fach Mathematik mit einem sehr guten Ergebnis ebenfalls nahezu abgeschlossen. Ihr fehlt nur noch die Abschlussarbeit. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten alle drei Schülerstudenten viele Stunden mit Lernen und Üben zubringen, und das oft dann, wenn Gleichaltrige frei hatten.

Doch die Mühen haben sich gelohnt. Wenn andere nach dem Abitur noch nach einem Studienplatz suchen müssen, haben diese drei bereits einen Abschluss in der Tasche und können ihren weiteren Werdegang planen. In etwa zwei Jahren werden Robin, Markus und Isabel ihr BWL-Studium mit dem Titel "Diplom-Kaufmann" beziehungsweise "-frau" abschließen.

Horst Linier, Schulleiter des Gymnasiums Neckargemünd, freute sich gemeinsam mit Henrik Müller, Schulleitung der Young Business School, die vorläufigen Vordiplomszeugnisse überreichen zu können. Die komplett rechtsgültigen Zeugnisse erhalten die Schüler allerdings erst in Verbindung mit dem Reifezeugnis.

November 2008

Schüler sein und dabei studieren
Rhein-Neckar-Zeitung, 05.11.2008

RNZ. Die Young Business School Heidelberg bietet Schülern die Möglichkeit ein Hochschulstudium parallel zur Schule zu absolvieren. Das Angebot richtet sich an Schüler der Klassen 9 bis 12 an Gymnasien bundesweit und Deutschen Schulen weltweit. Mit der aktuellen Initiative "Endspurt: Dipl. Ingenieur (FH) / Dipl. Informatiker (FH) " möchte die Stiftung des Instituts für Jugendmanagement. Heidelberg 100 leistungsbereite Schüler fördern und ihnen letztmalig ermöglichen, sich in einem Diplomstudiengang in den Fachbereichen Elektrotechnik, Informatik oder Mechatronik einzuschreiben.
Diese werden im Jahr 2009 durch die Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt. Das Studium erfolgt im Fernstudium mit Begleitung. 

Durch die Kombination von Fernstudium und Präsenzphasen im Lernumfeld der Young Business School kann das Studium parallel zur Schule nach der individuellen Lebensgestaltung ausgerichtet werden. Im wöchentlichen Kontakt zu einem persönlichen Tutor, er folgen regelmäßige Lernabsprachen. So wird eine optimale Klausurvorbereitung gewährleistet. Klausuren können an über 13 verschiedenen Standorten in der BRD sowie im Ausland weltweit an Botschaften
sowie den Deutschen Schulen geschrieben werden. Bewerbungsschluss ist der 31. Dezember, und die maximale Anzahl der Plätze ist auf 100 begrenzt.

 
Juli 2008

Abitur und Vordiplom
Young Business School Heidelberg begleitet vier Abiturienten zum Vordiplom

Die Mühen der vergangenen Jahre haben sich für vier Schülerstudenten der Young Business School gleich zweifach bezahlt gemacht: 

Die frisch gebackenen Abiturienten Florian Raubold, Johannes Möhle, Susanne Stollenmayer und Ann-Catherine Schwinn haben neben den gewohnten Abiturzeugnissen bei Ihren Entlassfeiern ebenfalls das Vordiplom in den Wirtschaftswissenschaften der Fernuniversität Hagen von Ihren Schulleitern überreicht bekommen.

Möglich machte dies das Schülerstudium bei der Young Business School in Heidelberg. Hier wurden sie in den letzten zweieinhalb Jahren systematisch und schulbegleitend auf die Klausuren der prüfenden Universität vorbereitet.
Momentan betreut die Young Business School über 100 Jugendliche, die parallel zur Schule studieren.


Zum kommenden Wintersemester werden sechs neue Bachelor-Studiengänge für Schüler angeboten. Darunter sind die Fachbereiche: Rechtswissenschaft, Politik-, Kultur- und Bildungswissenschaft sowie Psychologie. Die Einschreibung für das Wintersemester hat bereits begonnen.
Interessierte Schüler können sich noch bis Mitte August bei der Young Business School Heidelberg bewerben. 

April 2008

Pauken bis zehn Uhr abends
Handelsblatt, 25.04.2008

  

Die Mühen der vergangenen Jahre haben sich für vier Schülerstudenten der Young Business School gleich zweifach bezahlt gemacht: 

Die frisch gebackenen Abiturienten Florian Raubold, Johannes Möhle, Susanne Stollenmayer und Ann-Catherine Schwinn haben neben den gewohnten Abiturzeugnissen bei Ihren Entlassfeiern ebenfalls das Vordiplom in den Wirtschaftswissenschaften der Fernuniversität Hagen von Ihren Schulleitern überreicht bekommen.Langweilig wird Robin D’Amato wohl nie. Der 14-jährige Schüler pflegt zahlreiche  Hobbys. Er gibt Schwimmunterricht, spielt Keyboard – und studiert nebenbei. An der Young Business School in Heidelberg absolviert Robin zurzeit zwei Studiengänge, einen für Betriebswirtschaft, den anderen für Mechatronik.
„Mit meinem Abitur werde ich auch zwei Diplome haben“, sagt der Schüler stolz. Fünf Semester Studium hat Robin schon bestritten. Viele Kurse hat er bereits erfolgreich abgeschlossen, darunter etwa Grundlagen der Statistik, BWL 1-3, Mathematik und EDV. Mit den Ergebnissen ist er zufrieden: „Auch wenn ich nicht nur Glanznoten habe.“ Zwar habe er in Mathe schon einmal eine 1,7 geschafft, eine Elektronik-Klausur hat er aber mit einer 3,3 abgeschlossen. Als Überflieger möchte sich der Jungstudent ohnehin nicht bezeichnen: „Auch in der Schule gehöre ich nicht zu den Besten in meiner Klasse“, sagt er.
Das Studium an der Young Business School in Heidelberg richtet sich nicht nur an Hochbegabte – darin unterscheidet es sich von Angeboten anderer Hochschulen. Einige Universitäten bieten besonders guten Schülern die Möglichkeit, schon vor dem Abitur an einigen Lehrveranstaltungen teilzunehmen, die auch mit einer Prüfung abschließen. Oft werden die Leistungen in einem späteren Studium anerkannt – was den Schnupperstudenten einen Startvorteil gegenüber ihren Kommilitonen verschafft. Dass eine Ausbildungsstätte gleich ein komplettes Studium für Schüler ermöglicht, ist allerdings noch die große Ausnahme. „Schüler ab der Klasse acht haben die Möglichkeit, sich parallel zur Schule für ein Studium zu bewerben“, sagt Gero Schäfer, der Leiter der Young Business School.

Die Studenten haben die Chance, mit zum Abitur einen Diplom- oder einen Bachelor- Abschluss in der Tasche zu haben. Die Ausbildung wird in Kooperation mit anderen Hochschulen durchgeführt. Im Studiengang BWL arbeitet die Schule etwa mit der Fernuniversität Hagen zusammen, im Bereich Mechatronik gibt es Kurse an der privaten Fernhochschule Darmstadt. 102 Schüler sind zurzeit in einem der Studiengänge eingeschrieben. Sie haben die Möglichkeit, Online-Kurse zu belegen oder können an Unterrichtseinheiten teilnehmen. Auf die Nachwuchsakademiker kommt viel Arbeit zu. Neben der Schule bewältigen sie das ganz normale Pensum eines Studenten – und das heißt auch, dass sie bis zehn Uhr abends in den Kursen sitzen und am Wochenende viel Vorbereitung für Schul- und Uni-Klausuren leisten müssen. Vorteile gibt es aber auch:
„Im Mathematikunterricht an der Schule ist mir durch mein BWL-Studium schon vieles vertraut“, sagt Markus Skoda, der zurzeit die 11. Klasse besucht und im 5. Semester BWL und Mechatronik studiert. Neben der theoretischen Ausbildung haben die Schüler auch die Möglichkeit, erste Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. 

Markus Skoda absolviert etwa zurzeit ein Praktikum in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers in Frankfurt, danach folgt eins bei BASF – und er wurde für beide sogar bis zu den Sommerferien vom Unterricht freigestellt. Eigentlich würde er die 11. Klasse besuchen. Weil er so gute Noten hat, darf er aber weiter in den Unterricht der Jahrgangsstufe 12. „Ich freue mich über so viel Unterstützung von der Schule“, sagt Markus Skoda. Seine Lehrer seien von der Idee des Schülerstudiums begeistert gewesen: „Unser Direktor hat mich überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht.“ Und auch seine Mitschüler finden seine Nebenbeschäftigung „in Ordnung“.

Ganz so offen sind jedoch nicht alle Schulen. Nach Ansicht der Deutschen Telekom Stiftung wird das Potenzial der Jugendlichen nicht ausreichend gefördert. 50 Universitäten in Deutschland werden von der Stiftung finanziell unterstützt, damit Schüler erste Uni- Kurse in mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Fächern belegen können. „Sie besuchen Vorlesungen und Seminare und können sogar erste Scheine machen, die ihnen in einem späteren Studium angerechnet werden“, sagt Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Telekom Stiftung. Etwa 1 000 Schüler nehmen zurzeit bundesweit an dem Modell teil, „weniger, als eigentlich möglich wäre.“
Mit dem Programm will die Telekom Stiftung den Nachwuchs für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge sichern. „Wir wollen ihnen einen Anreiz bieten, sich schon möglichst früh zu orientieren“, sagt Winter. Schon während der Schulzeit können die Schüler herausfinden, ob ihnen ein Fach gefällt – und sie verlieren die Ängste und Unsicherheiten darüber, was sie später an der Hochschule erwartet. Ein solches Schnupperstudium kann also die Orientierungsphase für den späteren Beruf enorm verkürzen. Nicht selten passiert es schließlich Studienanfängern, dass sie sich zunächst für ein Fach einschreiben, nach zwei Semestern aber wechseln oder sogar eher eine Berufsausbildung anstreben. Die Angebote richten sich oft erst an Schüler ab der 11. Klasse – und es sind hauptsächlich die Natur- und Ingenieurwissenschaften oder Fächer wie Informatik, die den Nachwuchsakademikern offenstehen, denn Unternehmen und Hochschulen sorgen sich um den Nachwuchs. In vielen Fällen müssen die Schüler keine Aufnahmetests durchlaufen, gute Leistungen oder eine Empfehlung der Schule reichen. Ob sie Prüfungen ablegen möchten, ist ihnen freigestellt.
Gero Schäfer, Leiter der Young Business School in Heidelberg, ist der Meinung, dass Schüler gar nicht früh genug gefördert werden können:
„Wir müssen den Jugendlichen die Möglichkeiten geben, schon die Schulzeit für eine umfassende Berufsorientierung zu nutzen.“ Wenn ein Jugendlicher neben der Schule bereits Kapazität für ein Studium habe, lasse sich dagegen doch nichts einwenden – egal, wie alt die Interessenten seien. Ein Pluspunkt: Die
Schüler können selbst entscheiden, wie schnell sie sind. „Ein Kandidat hat innerhalb eines Jahres sogar das komplette Vordiplom in den Ingenieurwissenschaften geschafft.“ Ein neues Projekt hat Gero Schäfer
bereits ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Master MINT“ hat er in der Rhein-Neckar-Region eine Bildungsoffensive für Schüler der Jahrgangsstufen
vier bis sechs ins Leben gerufen. Sie sollen schon möglichst früh ihr Interesse für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik entdecken. Daneben gibt es an der Young Business School bereits für Fünftklässler Vorbereitungskurse für ein Uni-Studium.

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